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Die Medienpräsenz des Thema hält schon Monate an. Grund genug für den Lüneburger Kreisverband der Grünen diese Thema mit Experten zu diskutieren. Neben Christian Meyer, dem naturschutz- und agrarpolitischen Sprecher der grünen Landtagsfraktion, saßen auch Klaus Schenck von "Rettet den Regenwald e.V.", Bernd Voß, Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und Horst Seide, Vorsitzender von Region Aktiv e.V. aus Lüchow-Dannenberg auf dem Podium. 70 Interessierte waren in die Handwerkskammer gekommen um sich zu informieren und ihre Statements einzubringen.
Die Antworten auf auch teilweise provokante Fragen waren differenziert: Während der Anbau von Palmöl in Ländern wie Indonesien und Malaysia scharf verurteilt und ein Import-Stopp gefordert wurde, herrschte Einigkeit darüber, dass Biogastankstellen wie im wendländischen Jameln auch vor dem Hintergrund der regionalen Wertschöpfung sinnvoll sind. Treibstoffe wie Bioethanol oder Biodiesel hingegen wurden wegen ihrer Ineffizienz abgelehnt. Christian Meyer warb dafür, energisch Energie einzusparen: "Wir dürfen nicht so tun, als ob wir unseren Lebensstil beibehalten können." Unterstützung bekam er von Horst Seide: "Durch unseren hohen Fleischkonsum wird regelrecht Energie vernichtet." Schließlich brauche man für die Erzeugung einer Fleischkalorie das Vielfache an Pflanzenkalorien. Christian Meyer und Bernd Voß sprachen sich für strengere Rahmenbedingungen für den Anbau von Energiepflanzen für Biogasanlagen aus. Meyer: "Wir brauchen abwechselnde Fruchtfolgen." Ebenso müsse die energetische Verwertung von Reststoffen wie Gülle attraktiver werden. Das Fazit der Diskussion fasste Moderatorin Miriam Staudte so zusammen: "Bioenergie ist nicht gleich Bioenergie. In effizienter Form können sie einen wichtigen Teil im regenerativen Energiemix ausmachen, insbesondere weil sie grundlastfähig sind."
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