Springe direkt zu: Contentbereich, Hauptnavigation, Suche
Sie sind hier:
Die Erkrankungsserie von Kinderleukämien in der Elbmarsch reißt nicht ab: Wie bekannt wurde erkrankte ein neun-jähriges Mädchen aus Horburg im Landkreis Lüneburg an Leukämie. Horburg liegt Luftlinie nur 5,5 km vom AKW Krümmel entfernt. Betroffen reagiert die grüne Landtagsabgeordnete Miriam Staudte aus dem Landkreis Lüneburg auf das Bekanntwerden des damit 19. Leukämiefalls in der Umgebung der Atomanlagen Krümmel. "Der Albtraum hört nicht auf," so die Grünen-Politikerin. Sie fordert: "Das Wiederanfahren des Atomkraftwerks Krümmel im Mai muss gestoppt werde." Durch die neuen Erkenntnisse aus der so genannten KIKK-Studie des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) sei belegt, dass es bundesweit im 5km-Radius um Atomkraftwerke zu einer signifikanten Erhöhung der Kinderleukämien kommt. Die Grünen-Abgeordnete vermutet, dass die besondere Häufung um Krümmel auf ein zusätzliches Vorkommnis am 12. September 1986 auf dem Gelände der GKSS-Forschungsanlagen in Krümmel zurückzuführen ist. "Es gibt eine Menge Ungereimtheiten, die die Freisetzung von Radioaktivität an diesem Tag betreffen," so Staudte. Da es zu sich verstärkenden Effekten um Krümmel gekommen sei, müsse nun die zusätzliche Belastung für die Menschen in der Umgebung so gering wie möglich gehalten werden. Das heißt: "Krümmel darf nach dem Trafo-Brand im Juni 2007 nicht wieder ans Netz gehen." Die Grünen werden sich an den Protesten am AKW Krümmel am Tschernobyl-Tag am 26. April beteiligen.