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In der Nacht zu Dienstag wurde in Gorleben eine Anlage zur Einlagerung von Atommüll in senkrechte Bohrlöcher angeliefert. Auf Nachfrage der grünen Landtagsabgeordneten Miriam Staudte bestätigte die Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) diese Information. Die Anlage der Firma DBE-Tec sei bereits ein Jahr lang oberirdisch im niedersächischen Landesbergen in einer Halle mit nicht-radioaktiven Dummys getestet worden, so die GNS.
"Das untermauert unsere Befürchtungen, dass die Atomwirtschaft die behälterlose Bohrlochendlagerung vehement vorantreiben will," so Staudte. Die Politikerin verlangt die Anlage aus Gorleben wieder abzutransportieren: "Wir sind nicht bereit zuzusehen wie hier vollendete Tatsachen geschaffen werden. Die behälterlose Bohrlochendlagerung ist unverantwortlich. Die Anlage gehört in die Schrottpresse."
Die Abgeordnete ist sich sicher, dass der Transport, wäre er bekannt gewesen, Proteste hervorgerufen hätte. Nach Aussagen der GNS sei der Transport nachts durchgeführt worden, weil es sich um einen Schwertransport mit Überbreite gehandelt habe. Man wolle die Anlage lediglich "unterstellen". "Wer´s glaubt wird selig," kommentiert Staudte verärgert. Die Abgeordnete hat das niedersächische Umweltministerium zu einer Stellungnahme aufgefordert.