Miriam Staudte, MdL

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9. November 2010

Grünes Fazit CASTOR 2010

"Die Solidarität und Ausdauer der Atomkraft-Gegnerinnen und -Gegner aus ganz Deutschland war überwältigend." Zu dieser Einschätzung der diesjährigen Castorproteste kommt die grüne Landtagsabgeordnete Miriam Staudte, die sich an den Protestaktionen beteiligt hatte. "Wenn Menschen nicht nur eine Online-Petition unterschreiben, sondern bei Minusgraden zwei Novembernächte auf Straße oder Schiene sitzen, zeigt das eine enorme Entschlossenheit."
Die Abgeordnete zieht ein differenziertes Fazit des Polizeieinsatzes. "Es gab die unterschiedlichsten Situationen: Überwiegend haben die Polizeibeamten trotz der katastrophalen Versorgungslage besonnen agiert, dennoch kam es zu nicht tolerierbaren Übergriffen." Insbesondere die Information, dass ein Kletterer nach dem Einsatz von Pfefferspray 4 Meter in die Tiefe gefallen sein soll und mit dem Verdacht auf Wirbelsäulenfraktur ins Krankenhaus eingeliefert wurde, bestürzt die Grünen-Politikerin. "So etwas darf es einfach nicht geben! Dieser Vorfall muss dringend geklärt werden," fordert Staudte.
Kritik übt Staudte an dem Vorgehen beim unplanmäßigen Castor-Stopp beim Dahlenburger Bahnhof. "Es war dringend notwendig, den Castortransport zu unterbrechen, um die Harlinger Blockade nicht unter noch größerem Zeitdruck räumen zu müssen. Aber dass Dahlenburger Anwohner, die nur 10 Meter von den Schienen entfernt wohnen, weder informiert noch evakuiert wurden, ist unverantwortlich gewesen." Hier wird die Abgeordnete mit einer Anfrage an die Landesregierung nachhaken.

Miriam Castor 2010

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