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24. November 2010

CDU und FDP beenden Ursachenforschung zu Leukämie in der Elbmarsch

Auf der heutigen (Mittwoch) Sitzung des Auschusses für Soziales und Gesundheit des niedersächsischen Landtags haben die Vertreter der CDU und der FDP die Ursachenforschung bezüglich der Leukämie in der Elbmarsch faktisch beendet.
Die Regierungsfraktionen lehnten einen Antrag der Grünen für die Entnahme neuer Bodenproben in der Elbmarsch ab. "Die Frage der radioaktiven Kügelchen zu klären, hätte uns wirklich einen Schritt weitergebracht, doch CDU und FDP wollen das Thema endgültig beenden," kommentiert Staudte.
Die Grünen-Politikerin verweist darauf, dass die Ursache für das weltweit auffälligste Leukämie-Cluster mit 19 erkrankten Kindern und Jugendlichen immer noch nicht gefunden ist. "Die Leukämie-Serie ist noch immer nicht abgerissen, doch das Land ist den Menschen in der Elbmarsch bislang eine Erklärung schuldig geblieben."

Auch kritisiert Staudte, dass Schwarz-Gelb sich nicht gegen das für das Frühjahr 2011 geplante Wiederanfahren des Pannenreaktors Krümmel stark mache. Der grüne Antrag zur Kinderkrebsstudie sei ebenfalls abgelehnt worden. "Dabei wissen wir seit dieser KIKK-Studie, dass die Wohnortnähe zu einem AKW das Krebsrisiko für Kinder an Leukämie zu erkranken signifikant erhöht. Allein wegen dieser Zusatzbelastung dürfte Krümmel nie wieder ans Netz," erklärt Staudte.

Stattdessen haben CDU und FDP einen Antrag eingebracht, indem sie Bund und EU zu mehr allgemeiner Ursachenforschung auffordern. "CDU und FDP zeigen mit dem Finger nach Berlin und Brüssel und ziehen sich selbst als Land aus der Verantwortung," bemängelt Staudte. 
"In dem schwarz-gelben Antrag kommen die Worte "Elbmarsch" und "Atomkraft" nicht einmal mehr vor.

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