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24. März 2011

Staudte zu Özkan-Besuch

Die Abgeordnete der Landtagsfraktion von Bündnis´90/Die Grünen Miriam Staudte äußert sich kritisch zum Besuch der CDU-Sozialministerin Aygül Özkan in Lüchow-Dannenberg. 
Zwar begrüße die Grünen-Politikerin, dass die Sozialministerin die Region besuche, doch könne man Einiges nicht so stehen lassen. "Es gibt einen großen Widerspruch zwischen Wort und Tat," so Staudte.

Es sei nicht akzeptabel, davon zu sprechen, dass es mehr Orte geben müsse, wo Jung und Alt sich treffen können, bei der Finanzierung der Mehrgenerationenhäuser allerdings von Seiten des Landes eine Ko-Finanzierung zu verweigern. "Wenn die Mehrgenerationenhäuser weder von Kommunen noch vom Land 10.000 Euro Grundfinanzierung bekommen, wird Berlin den Bundesanteil  von 30.000 Euro auch nicht zur Verfügung stellen."

Auch im Bereich Pflege habe das Land keine Erfolge vorzuweisen. "Wir fordern seit Langem die Abschaffung des Schulgelds für Altenpflegeschülerinnen und -schüler, doch das Land verweigert sich und trägt so zur Verschärfung des Fachkräftemangels in der Pflege bei," prangert die Grünen-Abgeordnete an. "Die Pflegesätze in Niedersachsen sind im Bundesdurchschnitt am unteren Rand, das wirkt sich negativ auf die Bezahlung aus."Scharfe Kritik übt die Grüne auch gegenüber den Kürzungen des Landes bei der Kurzzeitpflege. "Wir brauchen die Kurzzeitpflege, um pflegende Angehörige für einen kurzen Zeitraum zu entlasten, doch das Land wertschätzt diese Angehörigen-Pflege nicht. Seit Januar 2011 müssen so hohe Eigenanteile übernommen werden, dass Viele sich diese kurzzeitige Entlastung nicht mehr leisten können." In letzter Konsequenz werden künftig mehr Menschen vollständig im Heim gepflegt werden, weil ihre Angehörigen die Pflegearbeit nicht mehr leisten können.

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