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5. September 2011

Weniger Mädchengeburten um Gorleben

Grüne wollen Anhörung in Sozialausschuss und Umweltausschuss

Die Grünen im Landtag fordern eine Anhörung zu dem vom Sozialministerium in Auftrag gegebenen Bericht zum Rückgang der Mädchengeburten im Umfeld des Zwischenlagers in Gorleben.
Wie heute bekannt wurde, bestätigte der Bericht wie schon Untersuchungen der Wissenschaftler Hagen Scherb und Ralf Kusmierz, dass es seit Einlagerung der Castoren zu einer Verschiebung des Geschlechterverhältnisses gekommen ist - was von den beiden Forschern im Gegensatz zur Landesregierung auf die erhöhte Strahlung zurückgeführt wird. Im Zeitraum ab 1996 seien deutlich weniger Mädchen zur Welt gekommen als zu erwarten war.

Miriam Staudte, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Mitglied im Sozialausschuss, fordert nun eine Vorstellung des Berichts im Ausschuss für Soziales und Gesundheit. "Wir wollen sowohl die Verfasser des Berichts des Landesgesundheitsamts als auch die Wissenschaftler Scherb und Kusmierz im Ausschuss anhören. Nur eine gemeinsame Sitzung von Sozial - und Umweltausschuss ist hier sinnvoll."

Nach den erhöhten Strahlenmessungen des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasser-, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) habe die Bevölkerung vor Ort einen Anspruch auf größtmögliche Transparenz, betont die Grünen-Abgeordnete aus dem Wahlkreis Lüneburg/ Lüchow-Dannenberg. 

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