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13. Oktober 2011

Grüne zu Bundesfreiwilligendienst:

Parallelstrukturen kontraproduktiv

Die Grünen fühlen sich durch die ungenügenden Bewerberzahlen beim Bundesfreiwilligendienst in ihrer Kritik bestätigt. Die grüne Landtagsabgeordnete Miriam Staudte sieht in den aufgebauten Parallelstrukturen von Bundesfreiwilligendienst und dem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) der Bundesländer vor allem Nachteile: "Statt Bürokratie abzubauen hat man eine zusätzliche Struktur aufgebaut- das schafft nur Verwirrung." Die Grünen-Politikerin vermutet, dass der Aufbau des Bundesfreiwilligendiensts den Zweck hatte, neue Beschäftigung für die Mitarbeiterinnen der ehemaligen Zivildienst-Verwaltungen zu schaffen. "Auf jeden Platz für ein Freiwilliges Soziales oder Ökologisches Jahr kommen immer noch doppelt soviel Bewerber- hier müsste man die bestehenden, funktionierenden Strukturen nutzen und die Zahl der FSJ-Plätze aufstocken," erklärt Staudte.

Die Bundesmittel  müssen nach Ansicht der Grünen in die FSJ-Länderstrukturen umgeleitet werden. Dass man zunächst nur beim Freiwilligen Sozialen Jahr das Kindergeld weiterzahlen wollte, bezeichnet Staudte als "weltfremden Dilettantismus der Bundesregierung".

Sollte sich keine kurzfristige Besserung der Bewerberzahlen zeigen, sollten die sozialen Einrichtungen die Möglichkeit nutzen dürfen, direkt an den Schulen um Freiwillige zu werben.

"Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass diese bürokratischen Parallelstrukturen bei einer neuen Bundesregierung Bestand haben werden," erwartet Staudte.

 

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