PRESSEMITTEILUNG Ausgleichszulage fällt weg: Staudte fordert Weideprämie

Da die alte Grünlandprämie, die  „Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete“ (AGZ) ab 2018 auch nach dem Willen der neuen Landesregierung wegfällt, fließen deutlich weniger Fördermittel in den ländlichen Raum. Die Grünen unter Christian Meyer hatten als Kompensation die Einführung der Weideprämie in Höhe von 30 Millionen Euro jährlich angekündigt.

„Damit sollten zumindest die Weidetierhalter unter den Grünland-Bewirtschaftern unterstützt werden,“ so Miriam Staudte, regionale Abgeordnete und stellvertretende Vorsitzende des Agrarausschusses im niedersächsischen Landtag.  „Das wäre auch ein Bekenntnis zu mehr Tierwohl. Kühe gehören auf die Weide und brauchen frisches Gras,“ so die Grüne.Dass Landwirtschaftsministerin Otte-Kinast die von ihrem Vorgänger Christian Meyer angekündigten Mittel für die Weideprämie streiche, ist im Angesicht des nächsten Milchpreisverfalls fatal. Die Weideprämie sei unverhandelbar, wenn man es nicht darauf anlege, die Weidetierhaltung in Existenznöte zu bringen. 

Die von den Grünen für 2018 vorgesehene Weideprämie sollte 60 Euro pro Kuh, 20 Euro pro Schaf oder Ziege betragen und aus Landesmitteln bezahlt werden. Im aktuellen Nachtragshaushalt der Groko ist sie nicht vorgesehen. „Jetzt zu sagen , dass die EU-Mittel nicht ausreichen, ist ein vorgeschobenes Argument“, kritisiert Staudte. An mangelndem Geld könne es nicht liegen. „Stattdessen sollen wieder große Kuhställe mit Ganzjahrstallhaltung gefördert werden, was vorher nicht der Fall war“, so Staudte abschließend. Die Grünen fordern, diese Weideprämie in den Nachtragshaushalt aufzunehmen.

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