Pressemitteilung Defekte Brennstäbe aus Brunsbüttel - Staudte: Export-Genehmigung zurückziehen

Dreizehn defekte Brennstäbe aus dem stillgelegten Atomkraftwerk Brunsbüttel sollen nach Schweden exportiert werden. Laut Angaben des Betreibers Vattenfall wurde das schwedische Unternehmen Studsvik Nuclear beauftragt zu erforschen, wie diese sicher gelagert werden können. Die radioaktiven Reste der Brennstäbe sollen dauerhaft in Schweden bleiben, das hat das Bundesumweltministerium genehmigt.

Die  regionale Landtagsabgeordnete Miriam Staudte (Grüne) kritisiert die Entscheidung scharf: „Der Export von Atommüll zum Zwecke der Endlagerung ist verboten, das ist im Standortauswahlgesetz klar geregelt. Hier darf nicht mit juristischen Spitzfindigkeiten ein Präzedenzfall für Problemabfälle aus Leistungsreaktoren geschaffen werden. Wenn nur 'zum Zwecke der Forschung' exportiert wird, dann muss der Atommüll danach zurückgenommen werden.  Bundesumweltministerin Hendricks muss die Genehmigung für den dauerhaften Verbleib im Ausland zurückziehen.“ 

Staudte hat sich auch an den neuen Parteivorsitzenden Robert Habeck gewandt, der als Schleswig-Holsteinischer Umweltminister den Export vertretbar fand. "Ich erwarte, dass diese Position in der neuen Funktion korrigiert wird."

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