Hambacher Forst Abgeordnete vor Ort

Bei den Protesten im Hambacher Forst waren am Wochenende auch die beiden regionalen Abgeordneten von Bündnis '90/Die Grünen Dr.Julia Verlinden und Miriam Staudte vor Ort. Zusammen mit ihrer Landtagskollegin Imke Byl haben sie die Proteste begleitet.  "Zum einen geht es uns darum, Solidarität mit den Protesten zu zeigen, zum anderen haben wir als parlamentarische Begleitung den Auftrag, uns dafür einzusetzen, dass bei Polizeieinsätzen keine überzogene Gewalt angewendet wird." Man habe sich aufgeteilt, um sich sowohl von den Räumungen im Wald als auch von den Sitzblockaden und Demonstrationen ein Bild machen zu können. "Leider können wir dabei nicht überall gleichzeitig sein," so Staudte.

Scharf kritisiert die grüne Landtagsabgeordnete dabei, dass die Medienvertreter vom Geschehen fern gehalten wurden: "Es war offensichtlich, dass Nahaufnahmen von den Räumungen wie sie die letzten Tage kursierten, verhindert werden sollten. Das ist ein unzulässige Einschränkung der Pressefreiheit. Die Begründung, dass es um die Sicherheit der Berichterstatter ging, war offensichtlich vorgeschoben." Insgesamt bekamen die Abgeordneten die unterschiedlichsten Situationen zu Gesicht. Die Bundestagsabgeordnete Verlinden hat miterlebt, wie mit zwei bereits von der Polizei festgehaltenen jungen Menschen unangemessen hart vorgegangen wurde. "Die Polizei war nicht gerade zimperlich," berichtet Verlinden, die sogleich intervenierte. "Man kann es nicht mit Gewissheit sagen, aber ich bilde mir ein, dass in Situationen ohne parlamentarische Beobachtung rabiater vorgegangen wird," so Staudte. Natürlich gab es auch Situationen, die sehr gelöst gewesen sein. So sei in eine der polizeilichen Straßensperrungen auch eine Hochzeitsgesellschaft geraten. "Als die Braut ausstieg, sorgte das natürlich für gute Stimmung unter den Demonstrierenden," berichtet Staudte. 

 

 

 

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