Für Gorleben rechtzeitig die Notbremse ziehen

Miriam Staudte hiesige Landtagsabgeordnete der Grünen reagiert entrüstet auf die jüngsten Äußerungen der CDU Landtagsabgeordneten Althusmann und Bertholdes-Sandrock. Diese hatte anlässlich eines Besuchs in Gorleben erklärt, dass die von ihnen geforderte Aufhebung des Moratoriums keine Vorfestlegung auf Gorleben als Endlagerstandort sei. "Die niedersächsische CDU leidet unter einem Tunnelblick in Bezug auf Gorleben, diese Äußerungen sind völlig inakzeptabel", kritisiert die grüne Politikerin. "Wir fordern eine ergebnisoffene Endlagersuche. Gorleben ist aufgrund seiner geologischen Unzulänglichkeiten nicht als Endlager geeignet und darf nicht im Auswahlverfahren bleiben", erklärt Staudte. In diesem Zusammenhang verweist sie auf die jüngsten Geschehnisse in der Asse und in Morsleben, die deutliche Hinweise liefern, dass Salzgestein für die geplanten Zwecke nicht so unproblematisch sei, wie bislang geglaubt. "Die katastrophalen Ereignisse in der Asse sind Warnschüsse, es gilt für Gorleben nun die Notbremse zu ziehen", warnt die Abgeordnete. "Deutschland hat sich zu früh auf das Endlager-Medium Salz festgelegt. Aus diesem Grund wird die grüne Landtagsfraktion sich für eine Verlängerung des Moratoriums einsetzen.

"Die Atomideologen von CDU und FDP sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht, wenn Sie Parallelen zwischen der Asse und Gorleben negieren", resümiert Staudte.

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