20 mal mehr Teilnehmende als bei rechter Kundgebung Große Solidarität mit Moscheegemeinde in Lüchow

Als "starkes Signal für Toleranz und Religionsfreiheit" bezeichnet die Grüne Landtagsabgeordnete Miriam Staudte die Solidaritätskundgebung mit 400 Teilnehmenden anlässlich der Rechten Proteste gegen den Ausbau des alten Bahnhofs Lüchow zum Moscheeraum. 

Die Kurve Wustrow, die Bürgerinitiative Umweltschutz und das Bündnis gegen Rechts hatten zu der Kundgebung vor der Moschee aufgerufen. Zur Protestveranstaltung der Rechten kamen lediglich 18 Teilnehmer. 

In ihrer Rede auf der Kundgebung "Bunte Provinz statt Islamophobie" betonte Miriam Staudte im Hinblick auf den Pegida-Ableger aus Mecklenburg-Vorpommern, der zu der Demo aufgerufen hatte, dass die Regionen, die sich als abgehängt verstehen, Offenheit zeigen sollten. "Die Antwort auf Bevölkerungsrückgang kann doch nicht Abschottung heißen, sondern Offenheit." Auch NPD-Funktionäre wie Manfred Börm aus dem Landkreis Lüneburg waren angereist. 

Die bunte Solidaritätskundgebung mit Musik und vielen teilnehmenden Familien wurde zu einer Art Tag der Offenen Tür in der Moschee. Viele nahmen das spontane Angebot, sich die im Bau befindlichen Räume anzusehen an und kamen mit den Ehrenamtlichen um den Lüchower HNO-Arzt und Imam Ahmed-Maher Mouhandes von der islamischen Gemeinde ins Gespräch. "Wir können doch nur froh sein, wenn langjährig integrierte Muslime die Neuankömmlingen unter den Geflüchteten bei der Orientierung in unserer Gesellschaft unterstützen," so Staudte. 

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