PRESSEMITTEILUNG Grüne besuchen Beratungsstelle für Wohnungslose in Uelzen

Von links: Die Grünen Miriam Staudte, Heiner Scholing, Anja Meyer, Judith Libuda, Dipl. Sozialarbeiter Volker Jung (Lebensraum Diakonie e.V.)

Wie ist die Situation obdachloser Menschen in Uelzen? Mit dieser Frage beschäftigten sich die örtlichen Grünen und die Landtagsabgeordnete Miriam Staudte aus Waddeweitz bei einem Besuch der Beratungsstelle ‚Wohnen und Leben‘. Volker Jung, Diplom-Sozialarbeiter des Vereins Lebensraum Diakonie e.V. erläuterte die Arbeit der Beratungsstelle: „Wir unterstützen Menschen bei drohender Wohnungslosigkeit oder bei bereits eingetretenem Verlust der Wohnung insbesondere im Umgang mit Behörden.“ Häufig führten viele Faktoren dazu, dass Anträge nicht rechtzeitig gestellt werden, Schreiben von Behörden liegen bleiben und letztendlich zu Sanktionen durch das Jobcenter führen. „Sanktionen helfen hier wenig, sondern vergrößern die Problemlagen oft", kommentiert Heiner Scholing, Kreissprecher der Uelzer Grünen, die aktuelle Debatte zur Abschaffung von HartzIV.

„Dass es sogar im Obdach zu Stromsperren kommen kann, ist dramatisch“; findet Judith Libuda, Grüne Ratsfrau im Sozialausschuss der Stadt. Insbesondere wenn die Beheizung der Räumlichkeiten über Elektrizität gewährleistet werden soll. https://www.fraktion.gruene-niedersachsen.de/Hier bedarf es dringend einer Änderung im Betrieb des städtischen Obdach in Uelzen. Die Grünen wollen einen entsprechenden Antrag an die Stadt stellen.

Ursache für eine verschärfte Situation sei auch ein angespannter Wohnungsmarkt in Uelzen, erklärte Diakonie-Mitarbeiter Jung. „Der Schaffung von günstigem Wohnraum werden wir uns auf Kreisebene weiter widmen", kündigen die Kreissprecher Anja Meyer und Heiner Scholing an. 

Einen besonderen Schwerpunkt legten die Grünen bei ihren Fragen auf die Situation von wohnungslosen Frauen. „Die Situation im Obdach scheint mir für Frauen unerträglich,“ so die Abgeordnete Miriam Staudte nach einem Gespräch mit einer Betroffenen. „Hier muss sich dringend etwas ändern.“ Die grüne Landtagsfraktion hat einen Antrag eingebracht, der mehr Angebote für wohnungslose Frauen und junge Menschen fordert. „Hier sind aber auch die Kommunen gefordert", so Staudte. 

Die Grünen bilanzierten nach der Gesprächsrunde, dass es sehr positiv ist, dass ein so gut ausgebautes Beratungsangebot in Uelzen vorgehalten wird. „Die bestehenden, gravierenden Probleme müssen aber angegangen werden.“

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