PRESSEMITTEILUNG Grüne fordern Auskunft zu Einsatz von Leihpflegekräften

Die Grünen im niedersächsischen Landtag möchten von der Landesregierung wissen, ob Pflegekräfte, die über Personalvermittlungsfirmen in verschiedenen Einrichtungen eingesetzt sind, möglicherweise regelmäßig zwischen Krankenhäusern wechseln.

Die Landtagsabgeordnete Miriam Staudte (Bündnis´90/Die Grünen) hat diese Thematik aufgeworfen, nachdem Ende vergangener Woche ein Krankenpfleger in Lüchow-Dannenberg positiv auf das Corona-Virus getestet worden war. Dieser wurde in den Medien als „Leiharbeitskraft“ aus dem Landkreis Uelzen bezeichnet.  Staudte, zuständig für die Landkreise Lüchow-Dannenberg und Uelzen, möchte, dass diese Frage in der morgigen Sitzung des Gesundheitsausschusses in Hannover aufgeklärt wird. Staudte fordert, dass solche Praktiken in der derzeitigen Situation untersagt oder zumindest eingeschränkt werden. „Ich denke da neben medizinischem Personal auch an Reinigungskräfte, die bei Fremdfirmen angestellt sind und in verschiedenen Einrichtungen eingesetzt werden. Hier sehen wir neben der schlechteren Bezahlung ein weiteres Problem des Outsourcings. Gerade in so sensiblen Arbeitsbereichen wie Kliniken und Pflegeeinrichtungen müssen Personal und Patientinnen und Patienten bestmöglich geschützt werden. Mit Blick auf das Ziel Infektionsketten zu unterbinden, muss die Praxis der wechselnden Arbeitnehmerüberlassung in der derzeitigen Situation sehr kritisch hinterfragt werden. Eine Ansteckung des Personals verschiedener Krankenhäuser in einer Region zu riskieren, wäre fatal." Staudte erinnert: „Früher gab es in Krankenhäusern oft für jede Station eine eigene, fest angestellte Reinigungskraft. So war sogar die Verbreitung von Erregern selbst von Station zu Station sehr viel leichter zu unterbinden.“

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