Pressemeldung Nr. 67 vom

Waldbrände Grüne fordern Brandschutz-Konzepte für Wälder und Moore

Darum geht's

Angesichts der wachsenden Waldbrandgefahren in großen Teilen Niedersachsens fordern die Grünen mehr Schutz vor Wald- und Moorbränden. Ein im Juni-Plenum eingebrachter Antrag sieht ein umfassendes niedersächsisches Waldbrandkonzept vor. Dieses soll in Zusammenarbeit mit dem Feuerwehrverband und den Kommunen bis Ende 2020 erarbeitet und vorgelegt sowie mit den Nachbarbundesländern und dem Bund abgestimmt werden. Für die regionale Ebene werden Maßnahmepläne gefordert, die auch Evakuierungs- bzw. Sicherungspläne für Siedlungen in Waldgebieten umfassen.

Das sagen die Grünen

Miriam Staudte, agrarpolitische Sprecherin

„Der Waldbrand in Lübtheen in unmittelbarer Nähe zu Amt Neuhaus macht dramatisch deutlich wie akut die Gefahr ist. Nach dem letzten Jahr leiden unsere Wälder immer noch unter den drastischen Auswirkungen des Klimawandels. Wir müssen damit rechnen, dass der Klimawandel unsere Wälder weiter gefährdet. Für Vegetationsbrände wie Wald- und Moorbrände fehlt es an geländegängigen Fahrzeugen, Löschrucksäcken und Schutzkleidung für lange Arbeitseinsätze und ähnlichem. Es ist absolut notwendig, dass die Freiwilligen Feuerwehren die erforderliche Ausstattung haben, um Brände schon beim Entstehen zu löschen. Wenn es erst einmal zu einem Großbrand gekommen ist, sind die Folgen dramatisch.

Wir fordern daher ein umfassendes Waldbrandschutzkonzept. Das beginnt mit Prävention, nämlich dem Waldumbau von Nadel- zu Laubwald und reicht bis zu Evakuierungsplänen. Die vielen Ehrenamtlichen, die in der Feuerwehr aktiv sind, müssen bestmöglich unterstützt und geschützt werden. Auch Vereine wie Forest Fire Watch e.V. müssen gefördert werden.“

Hintergrund

Der Antrag der Grünen wird - so wie auch ein ähnlicher Antrag der FDP-Fraktion - demnächst im Innen- und Agrarausschuss des Niedersächsischen Landtages beraten.


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