Tiny Houses und Bauwagen Grüne machen Druck auf Landesregierung

Wird die Landesregierung minimalistisches Bauen und Wohnen künftig besser unterstützen? Mit einer Anfrage an die Landesregierung will die Grüne Landtagsabgeordnete aus der Region Miriam Staudte Druck machen, um Wohnen in so genannten „Tiny Houses“ oder Bauwagen zu erleichtern. „Die Veranstaltung zu rechtlichen Fragen auf dem Tiny Living Festival in Prießeck war mit weit über 150 Menschen völlig überlaufen,“ berichtet Staudte.

Aber auch Bewohnerinnen und Bewohner eines Bauwagenplatzes in Lüneburg hätten sich im Rahmen der Serie "Wem gehört Lüneburg?“ an die Medien gewendet und eine Erleichterung des minimalistischen Wohnens in der Niedersächsischen Bauordnung gefordert. „Das ist für mich Anlass, eine Positionierung der Landesregierung einzufordern. Es ist schön, dass das Wirtschaftsministerium das Tiny Living Festival finanziell gefördert hat, aber das Umwelt- und Bauministerium muss die Bauordnung auch dahingehend ändern. Bislang reagiert jedes kommunale Bauamt anders.“

Aus Sicht der Grünen ist die freiwillige Selbstbeschränkung durch Leben auf kleinstem Raum ressoucenschonend. „Es nützt nichts, wenn die Häuser zwar perfekt gedämmt werden, die Einsparungen aber durch immer mehr Quadratmeter pro Person aufgehoben werden,“ gibt Staudte zu bedenken. „Wenn Menschen sich selbst beschränken wollen, darf das nicht verhindert werden.“

Zurück zum Pressearchiv