Pressemeldung Nr. 158 vom

Umgebungsüberwachung der AKW künftig lückenlos gewährleisten GRÜNE nach Anhörung zur Kinderkrebs-Studie:

Nach der heutigen (Mittwoch) Landtagsanhörung zur so genannten KIKK-Studie (Kinderkrebs in der Umgebung von kerntechnischen Anlagen) hat die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Miriam Staudte "dringenden Handlungsbedarf" angemahnt. Die Umgebungsüberwachung der Atomkraftwerke müsse künftig lückenlos gewährleistet werden, sagte die Grünen-Politikerin. "Die Niedrigstrahlung im Normalbetrieb muss kritischer bewertet werden."

Staudte bedauerte, dass die Autoren der Studie Frau Prof. Blettner und Dr. Kaatsch vom Kinderkrebsregister Mainz, die wegen ihrer verharmlosenden Interpretation der Ergebnisse von der Fachöffentlichkeit kritisiert wurden, nicht zur Anhörung erschienen waren. Durch die Ausführungen der anwesenden Experten sei mehrheitlich bestätigt worden, dass außer der Belastung durch die Abgabe von radioaktiven Edelgasen kein anderer Erklärungsansatz für die Häufung der Kinderleukämien im Umfeld aller deutschen AKW plausibel ist.

Die Grünen-Politikerin kritisierte, dass von der heutigen Anhörung die Öffentlichkeit ausgeschlossen blieb. "Das Thema der erhöhten Kinderleukämien ist von öffentlichem Interesse. Wir hätten uns deshalb eine öffentliche Anhörung gewünscht."

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