Landtagsabgeordnete zu Besuch in Natendorf Grüne: Streuobstwiesen als Hotspots der Artenvielfalt erhalten

Grüne Landtagsabgeordnete auf der Streuobstwiese in Natendorf

Apfelbäume, Birnbäume, Kirschen und Pflaumen: Auf Streuobstwiesen in Natendorf finden sich viele Obstsorten, darunter oft auch alte Sorten. Die Grünen wollen Streuobstwiesen besser schützen und haben in einer großen Anfrage an die Landesregierung Daten zum Bestand von Streuobstwiesen in Niedersachsen abgefragt. Die Landtagsabgeordneten Miriam Staudte, Christian Meyer und Imke Byl waren am Mittwoch (27. Juni)  gemeinsam mit den Grünen Kreisverband zu Gast auf einer Streuobstwiese in Natendorf. „Streuobstwiesen sind Hotspots der Artenvielfalt und müssen als Rückzugsraum für bedrohte Insekten und Kleintiere besser geschützt werden“, fordert der grüne Naturschutzexperte Christian Meyer. „In den letzten Jahrzehnten sind viele Streuobstbestände verloren gegangen. Andere Flächen werden nicht mehr gepflegt und bewirtschaftet,“ hier müsse eine Trendwende geben. 

Miriam Staudte, grüne Landtagsabgeordnete für die Region Uelzen, dankt der Kreisjägerschaft und den zahlreichen Aktiven aus dem Naturschutz für die Arbeit: „Im Landkreis Uelzen wurden dank des Einsatzes vieler Ehrenamtlicher mehrere Streuobstwiesen neu angelegt und gepflegt. Schon nach wenigen Jahren sind so tolle Biotope entstanden. Alte Obstsorten sind teils auch für Allergiker besser verträglich.“ Weil auf Streuobstwiesen in der Regel kaum Dünger und Pestizide eingesetzt werden, können sie als Trittsteine zur Vernetzung von Biotopen und Naturschutzflächen dienen.

Die Streuobstwiese in Natendorf wurde auf Initiative von Besitzerin und Naturschutzverbänden mit Unterstützung der Kreisjägerschaft und der Bingo Umweltstiftung angelegt. Bernd Hoffmann, Naturschutzobmann der Kreisjägerschaft, betont : "Die Streuobstwiese lebt von der Zusammenarbeit vieler Akteure. Jeder Baum hat einen Baumpaten vom Kind bis zu den Großeltern. Die Paten sorgen für die Obsternte und die Pflege der Fläche."

Die grünen Landtagsabgeordneten der Arbeitsbereiche Umwelt und Landwirtschaft sind aktuell zwei Tage lang „on Tour“ im Norden und Nordwesten Niedersachsens.

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