Krümmel: Spiel mit dem Feuer

Mit Verärgerung reagiert die grüne Landtagsabgeordnete Miriam Staudte auf den Beschluss des Umweltausschusses des niedersächsischen Landtags, der einen Antrag der Grünen für die endgültige Abschaltung des Atomkraftwerks Krümmel ablehnt. "Krümmel wieder ans Netz zu lassen, ist ein Spiel mit dem Feuer," kritisiert die Abgeordnete aus der Region Lüneburg, die den Antrag im August 2009 nach der Pannenserie bei der versuchten Wiederinbetriebnahme initiiert hatte.

"Der aufgerüstete Reaktor ist nichts als ein frisierter Oldtimer, der wegen Materialermüdung längst hätte aus dem Verkehr gezogen werden müssen," erklärt die Grünen-Politikerin. "Die schwarz-gelbe Regierung in Hannover nimmt die Verunsicherung in der Bevölkerung vor Ort nicht ernst," kritisiert Staudte die Mehrheitsentscheidung im Umweltausschuss.

Staudte weist auch auf neuste Ausbreitungsberechungen von Greenpeace hin, die im Falle eines GAUs in Krümmel Hunderttausende von Todesopfern in Hamburg prognostizieren.

Staudte kündigt für ihre Partei die Teilnahme an der Menschenkette von Krümmel nach Brunsbüttel an. "Am 24.April wird deutlich werden, dass die Bevölkerung in Hamburg , Schlewig-Holstein und Niedersachsen nur eins will: Dass Krümmel endgültig stillgelegt wird."

Zurück zum Pressearchiv