Grüne machen Castor-Messungen zum Thema der Aktuellen Stunde „Landesregierung als Mess-Diener der Atomindustrie“

Unter dem Motto "Die Landesregierung als Mess-Diener der Atomindustrie" will die Fraktion von Bündnis´90/Die Grünen am morgigen Dienstag im Landtag über die Unzulänglichkeiten der Strahlenmessungen beim letzten Atom-Transport debattieren. Nach Meinung der Grünen ist es nicht akzeptabel, dass keine einzige deutsche Aufsichtsbehörde mit eigenen Messgeräten die Grenzwerte überprüft habe. Auch wurden nur drei der elf Behälter gemessen.

Außerdem möchten die Grünen eine Stellungnahme der Landesregierung zu dem Verschwinden eines leitenden GNS-Mitarbeiters. Die GNS (Gesellschaft für Nuklearservice) organisiert die Abwicklung der Transporte. Es gibt nach Angaben der Grünen unterschiedliche Stellungnahmen von GNS-Sprecher Auer und Umwelt-Staatssekretär Birkner, ob die Person, die nach Informationen der Grünen für die Strahlenmessungen zuständig war, krankgeschrieben oder vermisst sei.  "Die Landesregierung sollte Licht in diese nebulöse Angelegenheit bringen", fordert die grüne Landtagsabgeordnete aus der Region Miriam Staudte.

Weiterer Schwerpunkt der Debatte wird die Frage um das Nichteinhalten des "Minimierungsgebots" im Strahlenschutz sein. Danach hätten keine neuen Atommüllbehälter eingesetzt werden dürfen, bei denen die Strahlung höher ist als bei den Vorläufermodellen.

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