A39-Giga-Rasthof Landtag lehnt Riestedter Petition gegen die Stimmen der Grünen ab

Der niedersächsische Landtag hat die Petition von Frau Merz aus Riestedt abgelehnt. Nahezu das ganze 87 Einwohner zählende Dorf hatte die Eingabe unterschrieben. Die Grünen hatten im Landtag das Wort ergriffen und an die anderen Fraktionen appelliert, ebenfalls für Berücksichtigung der Petition zu votieren.  

„Wir Grünen fordern gerade im Zuge der aktuellen Klimadebatte von den Autobahn befürwortenden Fraktionen, sich vom Gesamtprojekt A39 zu verabschieden", so die Grünen-Abgeordnete Miriam Staudte aus der Gemeinde Waddeweitz. Staudte stellte im Landtagsplenum die Argumente aus der Petition dar. Die Petentin und ihre Mitstreiterinnen und Mitstreiter hatten die Flächenversiegelung von 30 ha angeführt.

Lediglich in 800 Metern Entfernung zum Dorf werde der Gigarastplatz für 100 PKW und 300 LKW geplant. „Ständig diskutieren wir in den unterschiedlichsten Landtagsgremien darüber, dass weniger Fläche versiegelt werden muss. Alle sind sich dann immer einig- bis es konkret wird", kritisiert Staudte. „Der Verlust von landwirtschaftlichen Flächen für eine Autobahn ist nicht zu rechtfertigen", findet die Agrarpolitikerin aus Lüchow-Dannenberg, schließlich sei der wirtschaftliche Unsinn durch das schlechte Nutzen-Kosten-Verhältnis belegt.

Die Grünen-Politikerin hatte auch die Sorgen der Einwohnerinnen und Einwohner nach gesundheitlichen Schäden durch die drohende Feinstaubbelastung  während der Landtagssitzung angeführt. Die Abgeordnete ermutigt die Unterstützerinnen und Unterstützer der Petition, ihr Anliegen unvermindert fortzusetzen.   

Zurück zum Pressearchiv