Pressemeldung Nr. 138 vom

Ferkelkastration Miriam Staudte: Betäubungsloses Kastrieren muss beendet werden

Darum geht’s

Am Verbot des betäubungslosen Kastrierens von Ferkeln zum 1. Januar 2019 wird voraussichtlich festgehalten werden. Der Antrag Bayerns für eine Fristverlängerung ist im Agrarausschuss des Bundesrates gescheitert.

Das sagen die Grünen

Miriam Staudte, tierschutzpolitische Sprecherin

„Das kurzfristige Aufheben des Verbots, wie Ministerin Otte-Kinast es wollte, war absolut inakzeptabel. Es wäre das fatale Signal gewesen, dass man Tierschutz-Verbesserungen einfach aussitzen kann, denn längst gibt es gute Alternativen.“

„Es ist ein großer Gewinn für den Tierschutz, dass das betäubungslose Kastrieren beendet werden muss. Tierschutz darf nicht mit dem Pauschal-Argument der Wirtschaftlichkeit ausgebremst werden."

Zum Hintergrund

Bereits 2013 wurde bundesweit parteiübergreifend beschlossen, dass das betäubungslose Kastrieren kleiner Ferkel zum 1. Januar 2019 beendet werden soll. Mitte August beschloss die Niedersächsische Landesregierung eine Bundesratsinitiative, um die betäubungslose Ferkelkastration zu verlängern. Damit sollte das Verbot gekippt werden. Bayern und andere Länder haben allerdings noch die Möglichkeit, das Thema direkt in der Sitzung des Bundesrats am 21. September zur Abstimmung zu bringen.

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