Pressemeldung Nr. 178 vom

Novelle Jagdgesetz Miriam Staudte: Bleifreie Munition schützt Natur und Verbraucher

Darum geht´s

Heute haben die Fraktionen von SPD und Grünen den Gesetzentwurf für eine kleine Jagdgesetz-Novelle in den Agrarausschuss eingebracht. Der Gesetzentwurf sieht drei Änderungen des niedersächsischen Jagdgesetzes vor. Sie betreffen Schießübungen, ein Verbot bleihaltiger Munition und die Erlaubnis zur Verwendung von Schalldämpfern.

Das sagen die Grünen

Miriam Staudte, Sprecherin für Jagd und Tierschutz

„Es ist überfällig, ein verpflichtendes und regelmäßiges Übungsschießen für Jägerinnen und Jäger einzuführen. Nur wer gut schießen kann, kann Tiere ohne unnötiges Leid erlegen.“

„Bleibelastetes Wildfleisch – auch Wildbret genannt – birgt gesundheitliche Risiken für Verbraucher. Aber auch Wildtiere, etwa Greifvögel, die mit dem Aas Bleimunition aufnehmen, sind stark gefährdet. Inzwischen gibt es genügend Hersteller, die für bleifreie Munition geeignete Jagdwaffen herstellen.“

Zum Hintergrund

  1. Künftig wird die Pflicht zum regelmäßigen Übungsschießen für alle eingeführt, die an Bewegungsjagden teilnehmen oder auf Federwild-Jagd gehen. Mindestens 13 Monate vor der Teilnahme an diesen Jagden muss ein Übungsschießen wahrgenommen werden.
  2. Das Verbot von bleihaltiger Büchsenmunition und bleihaltigen Flintenlaufgeschossen wird eingeführt. Dies soll ab 01.April 2017 gelten. Für alte Waffen ist eine Übergangsfrist bis 2020 vorgesehen.
  3. Das Verbot von Schalldämpfern wird aufgehoben. Damit sollen Gehörschäden bei Jagenden und Jagdhunden vermieden werden.

Am 18. Januar wird eine Anhörung im Agrarausschuss stattfinden, zu der Landesjägerschaft, Naturschutzbund, das Bundesamt für Risikobewertung, der Verband der Berufsjäger und der Verband der Büchsenmacher eingeladen sind.

 

 

Gesetzentwurf zur Änderung des Niedersächsischen Jagdgesetzes

 

 

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