Ministerin stellt halbherzige Ackerbaustrategie vor Miriam Staudte: Ein Plan ohne Wirkung – Otte-Kinast klammert die großen Probleme der Landwirtschaft weitgehend aus

Landwirtschaftsministerin Otte-Kinast hat sich am Mittwoch (29. Juli) im Rahmen ihrer Sommertour zu ihrer niedersächsischen Ackerbaustrategie geäußert. Die fällt aus Sicht der Grünen im Landtag enttäuschend aus, weil wesentliche Probleme wie Überdüngung, Artensterben, Folgen der Dürre für die Landwirtschaft gar nicht oder halbherzig angegangen werden.

Miriam Staudte, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und agrarpolitische Sprecherin:

„Seit über einem Jahr redet Otte-Kinast von der niedersächsischen Ackerbaustrategie, ohne dass es bisher zu nennenswerten Ergebnissen oder auch nur zu belastbaren Planungen gekommen ist. Zur Sommerzeit versucht die Ministerin wieder einmal mit wohlklingenden Ankündigungen in alle Richtungen, die Beteiligten einzulullen. Anstatt ihre letzten zwei Jahre in Regierungsverantwortung für die von ihr selbst versprochene Ökologisierung der Landwirtschaft zu nutzen, verspielt sie wertvolle Zeit, um den Ackerbau für die Herausforderungen des Klimawandels zu wappnen. Wenn Otte-Kinast nicht endlich nachhaltige Ideen zum Umgang mit Dürre, Überdüngung und Artensterben vorzuweisen hat, ist ihre Strategie von vornherein zum Scheitern verurteilt.

Die Ministerin spricht sich trotz der Überdüngung der Böden nun sogar wieder gegen eine Verringerung der Tierbestände aus und will stattdessen nur eine andere Verteilung des Düngers. Sie fällt damit hinter frühere Aussagen zurück. Sie fordert mehr Unterstützung für die Weidetierhaltung, blockiert aber seit Jahren die Einführung einer Weideprämie. So sieht kein schlüssiges, abgestimmtes Konzept aus! Bezeichnend für das Auseinanderklaffen von Ankündigen und Handeln ist, dass der Ausstieg aus giftigen Pestiziden und notwendige Einschränkungen der Landnutzung zum Schutz aussterbender Insekten in der Ackerbaustrategie der Landesregierung gar kein Thema ist. Das zeigt, wie halbherzig die angeblichen Bemühungen der Agrarministerin um den Artenschutz tatsächlich sind.“

Zurück zum Pressearchiv