Pressemeldung Nr. 49 vom

Dürre Miriam Staudte: Landesregierung gefährdet Grundwasservorräte

Darum geht‘s

Umweltminister Olaf Lies hat den Bilanzzeitraum für die Entnahme von Grundwasser zur Feldberegnung von 10 auf 15 Jahre erhöht, um die Entnahme von Wasser zu erleichtern. Das Vorgehen des Umweltministers hinterfragt die Grüne Landtagsfraktion und hat eine Anfrage eingereicht.

Das sagen die Grünen

Miriam Staudte, agrarpolitische Sprecherin

„Die aktuelle Grundwassersituation ist mehr als angespannt. Doch statt das Grundwasser bestmöglich zu schützen, erleichtert Umweltminister Lies die Entnahme aus dem Grundwasser nun auch noch pauschal. Diese kurzsichtige Politik der Landesregierung geht auf Kosten der zukünftigen Generationen. Die Landesregierung sollte die Ackerbauern bei der Anschaffung von wassersparender, jedoch recht teurer Bewässerungstechnik unterstützen. Hier werden die Landwirte mal wieder alleingelassen.“

„Wozu erstellt die Landesregierung eigentlich ein Niedersächsisches Wasserversorgungskonzept, wenn der Umweltminister schon vor Fertigstellung Freigaben erteilt? Das Wasserkonzept darf nicht erst zum Ende der Regierungsperiode fertig werden, bis dahin ist die Grundwasser-Situation angespannter denn je.“

Zum Hintergrund

Im Jahr 2012, vor der rot-grünen Amtszeit, wurde der Bilanzzeitraum für die Wasserentnahme von sieben auf zehn Jahre erhöht, nun folgte unter der SPD- und CDU-geführten Landesregierung eine weitere Erhöhung von 10 auf 15 Jahre, weil einige landwirtschaftlichen Betriebe ihre maximale Förderung für 10 Jahre schon ausgeschöpft haben.

Die Grüne Landtagsfraktion hat bereits im Sommer 2018 die Förderung sparsamer Bewässerungstechnik und die Unterstützung bei Anbau klimaangepasster Sorten beantragt. Erst bis 2021 will die Landesregierung ein Niedersächsisches Wasserkonzept erarbeiten.

Zurück zum Pressearchiv