Statement Miriam Staudte zum Nährstoffbericht

Zum aktuellen Nährstoffbericht sagt Miriam Staudte, agrarpolitische Sprecherin:

„Ministerin Otte-Kinast ist ganz offensichtlich von der Agrarlobby zurückgepfiffen worden. Statt aktiv gegen die Verseuchung unserer Gewässer vorzugehen, verkündet sie nur, weiter Daten sammeln zu wollen. Ihren vollmundigen Ankündigungen aus dem letzten Jahr, man müsse ohne ausreichend Fläche die Tierbestände reduzieren, hat die Agrarministerin keine Taten folgen lassen.

Otte-Kinasts, ‚Niedersächischer Weg‘, nur die Gülle besser zu verteilen, ist krachend gescheitert. In den sechs Problemlandkreisen um Cloppenburg ist der Stickstoff-Überschuss um mehr als zehn Prozent und der Phosphat-Überschuss sogar um fast 20 Prozent gestiegen. Es muss also zu einer Reduzierung der Tierbestände kommen. Als einziges Bundesland hat Niedersachsen keine Roten Gebiete für schärfere Maßnahmen ausgewiesen. Das ist verantwortungslos.“

Zum Hintergrund

Im Frühjahr 2018 hatte Otte-Kinast noch angekündigt, schnellstmöglich die Problemgebiete in Niedersachsen zu identifizieren und dort schärfere Maßnahmen anzuordnen sowie die Tierbestände zu reduzieren: „Keine Fläche, keine Tiere oder weniger Tiere.“ (Pressekonferenz am 28.03.2018) Dies ist bislang nicht geschehen. Zudem wurde der Rückgang von Mineraldünger schöngerechnet: Der Absatz ist zwar um 15% gesunken, die Ausbringung aber nur um 8%. Der Rückgang ist vor allem auf das Dürrejahr zurückzuführen.

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