Statement Miriam Staudte zur betäubungslosen Ferkelkastration

Zum heutigen Kabinettsbeschluss über eine Bundesratsinitiative zur Verlängerung der betäubungslosen Ferkelkastration sagt Miriam Staudte, tierschutzpolitische Sprecherin:

„Wir verurteilen den heutigen Kabinettsbeschluss aufs Schärfste. Es ist unfassbar, dass SPD und CDU hier einen Persil-Schein für die Fortsetzung dieses tierquälerischen Verfahrens ausstellen wollen. Die Übergangszeit von bereits knapp sechs Jahren war mehr als genug Zeit für die Branche, sich auf das Verbot einzustellen. Es gibt mit der Immunokastration und der Narkotisierung auf Neuland-Betrieben bereits praxistaugliche Verfahren, mit denen das betäubungslose Kastrieren verhindert werden kann.

Es geht wie immer nur ums Geld, denn pro Ferkel würden 3-4 Euro mehr anfallen als jetzt ohne Betäubung. Umgerechnet auf ein Kilo Fleisch sind das also nur 3-5 Cent mehr. Ich behaupte, dass die Verbraucherinnen und Verbraucher dies angesichts des vermeidbaren Tierleids zahlen würden.“

Zum Hintergrund

Bereits 2013 wurde bundesweit parteiübergreifend beschlossen, dass das betäubungslose Kastrieren kleiner Ferkel zum 1. Januar 2019 beendet werden soll.

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