Statement Miriam Staudte zur geplanten Verschiebung des Verbotes der betäubungslosen Ferkelkastration

wenn es nach dem Koalitionsausschuss von CDU/CSU und SPD in Berlin geht, soll die betäubungslose Ferkelkastration über das ab 1. Januar 2019 geltende Verbot für weitere zwei Jahre verlängert werden. Das kritisiert die agrarpolitische Sprecherin Miriam Staudte scharf:

In einer Nacht-und-Nebel-Aktion wollen CDU/CSU und SPD den Bundesratsbeschluss kippen. Die Länder haben sich gerade erst gegen eine Verlängerung der tierquälerischen Kastration von kleinen Ferkeln ausgesprochen und damit der Union und den Lobbyinteressen eine krachende Niederlage verpasst. Trotzdem soll jetzt doch noch kurz vor knapp das Verbot des betäubungslosen Kastrieren verschoben werden – der Tierschutz wird den Lobbyinteressen geopfert. Zur betäubungslosen Ferkelkastration gibt es tierschutzgerechtere und praxistaugliche Alternativen wie die Immunokastration, die Inhalationsnarkose oder die Ebermast. Die Verbraucherinnen und Verbraucher wollen echte Veränderungen in der Tierhaltung. Dieser Beschluss schadet der Tierhaltung mehr als er ihr nützt.

Zum Hintergrund

Im Anhang finden Sie eine Übersicht über die Alternativen zum betäubungslosen Kastrieren und deren Kosten.

Am 4. Oktober ist Welttierschutztag.

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