PRESSEMITTEILUNG Niedersachsen-Ticket: Grüne wollen Erweiterung bis nach Salzwedel

Das Niedersachsen-Ticket ist ein beliebtes und preisgünstiges ÖPNV-Ticket um innerhalb Niedersachsens und in die benachbarten Städte wie Hamburg, Bremen oder Münster zu reisen. Auch in einigen weiteren Fällen gilt das Ticket noch bis zum ersten Bahnhof hinter der niedersächsischen Landesgrenze. Salzwedel jedoch, die direkt benachbarte Kreisstadt, ist mit dem Niedersachsen-Ticket nicht erreichbar.

Dies wollen die Grünen aus Kreis- und Landtag nun ändern. Auf Initiative der Kreistagsmitglieder Matthias Gallei und Markus Schöning haben die Landtagsabgeordneten Miriam Staudte und Detlev Schulz-Hendel eine Anfrage an die Niedersächsische Landesregierung gestellt, um Bewegung in die Sache zu bringen.

“Die grüne Kreistagsfraktion beschäftigt sich schon länger mit der Erweiterung des Niedersachsen-Tickets in die benachbarte Kreisstadt in Sachsen-Anhalt,“ erläutert Gallei. „Auch länderübergreifend haben wir eine stärkere Zusammenarbeit im Bereich ÖPNV in Angriff genommen. Beim Niedersachsen-Ticket sind wir jedoch auf die Landesverkehrsgesellschaft angewiesen.“

Eine Option wäre die im Niedersachsen-Tarif bestehende Möglichkeit eines „Niedersachsen-Ticket plus“. Diese Option bietet Fahrgästen die Möglichkeit zusätzlich zum Normalpreis des Niedersachsen-Tickets einen Aufpreis zu zahlen, um Ziele außerhalb Niedersachsens zu erreichen. So gibt es etwa das „Niedersachsen-Ticket plus Groningen“ und das „Niedersachsen-Ticket plus Nordhausen“.

Im Zuge der gemeinsamen Überlegungen zur Verbesserung des ÖPNV über die Landesgrenzen hinweg, fordern die Grünen nun ein „Niedersachsen-Ticket plus Salzwedel“. „Der Bahnhof Salzwedel ist ein Knotenpunkt der Berlin-Hamburg Zugverbindungen, sowie für die Verbindung der Städte Uelzen und Magdeburg,“ erinnert die regionale Landtagsabgeordnete Miriam Staudte. „Viele Fahrgäste aus Lüchow-Dannenberg und aus der Altmark nutzen den Bahnhof um nahegelegene Großstädte zu erreichen, privat und beruflich.“ Im Nahverkehrsplan ist deshalb auch bereits eine Takterhöhung des Regionalexpress von zwei auf eine Stunde vorgesehen.

Detlev Schulz-Hendel, verkehrspolitischer Sprecher der Landtagsfraktion, sieht deshalb die Landesregierung in der Pflicht: „CDU-Verkehrsminister Althusmann muss hier tätig werden, wenn ihm der ländliche Raum wichtig ist. Das Reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln muss attraktiver werden. Nachhaltiges Mobilitätsverhalten darf nicht durch Ländergrenzen eingeschränkt werden.“

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