Statement Staudte: Schweinepest bedroht auch Niedersachsens Schweinebetriebe – Strategiewechsel zu mehr regionaler Vermarktung überfällig

Zum Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Brandenburg erklärt Miriam Staudte, agrarpolitische Sprecherin der niedersächsischen Landtagfraktion:

Nach dem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest im Nachbarland Brandenburg müssen sich Niedersachsens Agrarministerin Otte-Kinast und ihre Behörden jetzt schnell und vordringlich um die Auswirkungen des Seuchengeschehens für die vielen hiesigen Schweinebetriebe kümmern. Viel Geld für den Abschuss von Wildschweinen bereitzustellen, war hilfloser Aktionismus. Allen war klar, dass diese Schweinpest trotzdem früher oder später Deutschland erreicht. Viel wichtiger wäre es gewesen, die Schäden durch das nun drohende Exportverbot zu begrenzen. Wie schon in der Corona-Krise, rächt sich ein weiteres Mal die Exportorientierung der niedersächsischen Fleischindustrie, die Otte-Kinast noch verstärkt hat. Statt auf Billigfleisch für den Weltmarkt zu setzen, wäre es klüger, regional gutes Fleisch zu erzeugen und dies auch regional zu vermarkten.

Hintergrund:

Heute früh (10. September) bestätigte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner den erstmaligen Nachweis der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Deutschland. Von der ASP geht grundsätzlich keine Gefahr für die Gesundheit von Verbraucherinnen und Verbrauchern aus. Internationale Vorgaben, die in der Vergangenheit insbesondere auch von Niedersachsen und Deutschland gefordert worden waren, sehen jedoch strikte Handelsbeschränkungen für Länder vor, in denen das Virus nachgewiesen wurde. Mittelfristig ist deswegen auch für Niedersachsen mit einem Exportstopp insbesondere nach Asien, zu rechnen.

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