Pressemitteilung Staudte: Seltene Nutztierrassen besser fördern

Parteiübergreifend haben sich in der Landtagssitzung im Januar die Fraktionen lobend für den Erhalt vom Aussterben bedrohter Nutztierrassen ausgesprochen. Derzeit sind es in Niedersachsen über 20 Arten, wie etwa das Leineschaf oder die Weiße Hornlose Heidschnucke, deren Haltung gefördert wird. „Die Tierhalter leisten einen wichtigen Beitrag für den Erhalt der genetischen Vielfalt. Die Tierarten, die in Niedersachsen gefördert werden, müssen aber erweitert werden“, fordert die regionale Landtagsabgeordnete von Bündnis´90/Die Grünen Miriam Staudte. Die vorliegende Plenarinitiative von SPD und CDU lobe zwar die derzeitige Förderung, fordere aber kaum Neues.

„Auch die Haltung von alten und vom Aussterben bedrohten Nutztierrassen, die vom Ursprung nicht in Niedersachsen beheimatet sind, sollten vom Land gefördert werden“, fordert Miriam Staudte. Konkret gehe es dabei etwa um den Erhalt des Angler Sattelschweins oder Englischer Parkrinder, für deren Erhalt das Land keine finanzielle Förderung vorsieht. „Es ist absolut notwendig, dass möglichst viele Nutztierhalter in unterschiedlichen Regionen Niedersachsens dafür gewonnen werden, auch diese Tierarten zu halten und zu erhalten“, verdeutlicht Miriam Staudte. Wird etwa nur in Schleswig-Holstein eine bestimmte Rasse gehalten und dort kommt es zum Ausbruch einer Seuche, dann ist schnell die gesamte Rasse in Gefahr – diesem Szenario muss entgegengewirkt werden, indem auch die Haltung von nicht-niedersächsischen seltenen Rassen gefördert wird.  

Dass SPD und CDU zwar einerseits die Haltung vom Aussterben bedrohter Nutztierrassen unterstützen wollen, andererseits im Antrag aber kein Wort der Weidetierprämie steht, findet Miriam Staudte zynisch: „Es ist absolut nicht nachvollziehbar, dass es keine Mittel für die Weidetierprämie geben soll. Damit lässt die Landesregierung die Weidetierhalter weiterhin im Regen stehen.“

 

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