PRESSEMITTEILUNG Staudte wirbt bei Minister für Kita Waddeweitz

In der Auseinandersetzung um die die Zukunft der Kita-Betreuung in der Gemeinde Waddeweitz hat sich die Abgeordnete der Grünen Miriam Staudte an Innenminister Boris Pistorius gewandt. „Am Rande des Plenums war Gelegenheit beim Innenminister für eine Kita in Waddeweitz zu werben,“ so Staudte. Nach Ansicht der Grünen-Politikerin dürfe ein minimaler Kostenvorteil beim Bau nicht über die hohen Folgekosten für die Familien durch gesteigerten Transport der Kinder hinwegtäuschen. Zudem werde die Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch die längeren Fahrtzeiten zusätzlich erschwert.

Landrat Jürgen Schulz hatte angekündigt, das Innenministerium als Aufsicht über die Finanzen der Kommunen einschalten zu wollen, um die zentrale Betreuung in Clenze zu realisieren.  „Wir wollen kurze Wege für die täglichen Fahrten. Mit einer Zentralisierung würden Familien dazu genötigt werden, sich ein Zweitauto anzuschaffen, obwohl gerade Initiativen wie das dörfliche Carsharing genau auf das Gegenteil hinarbeiten“, argumentiert Staudte. Auch habe sie das Innenministerium darauf hingewiesen, dass sie befürchte, dass die Besuchsquote gerade bei denjenigen Familien zurückgehen könnte, die sozialpädagogische Unterstützung  benötigten. „Ein langer Anfahrtsweg ist eine echte Hürde im täglichen Leben. Wir haben ja keine Kita-Pflicht, also muss der regelmäßige Besuch attraktiv sein.“ Staudte ist hoffnungsvoll, dass das Innenministerium sich nicht lediglich auf Kostenaspekte fokussieren werde, sondern die Thematik ganzheitlicher betrachten wird.

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