PRESSEMITTEILUNG Weitere Rostfässer in Gorleben. Staudte: GNS soll Klage gegen Sicherheitsauflagen zurückziehen

Das niedersächsische Umweltministerium hat bereits eine Untersuchung aller Fässer sowie eine Verbesserung der Überwachungsmaßnahmen in Gorleben angeordnet. Dagegen hat die Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) als Betreiberin des Fasslagers Gorleben Klage eingereicht. Auch die angeordnete Untersuchung der bereits im Frühjahr gefundenen Rostfässer wird von der GNS verzögert.

Miriam Staudte, grüne Landtagsabgeordnete für die Region, ist sich sicher, dass das Verwaltungsgericht dem niedersächsischen Umweltministerium Recht geben wird: „Die GNS macht sich doch lächerlich. Die Einlagerungsbedingungen im Fasslager sind ganz offensichtlich ungeeignet, sonst würden nicht immer mehr Rostfässer entdeckt werden. Die GNS wäre gut beraten, die Klage zurückzuziehen und die Anordnungen unverzüglich umzusetzen “.

Das niedersächsische Umweltministerium geht davon aus, dass die Schäden durch die hohe Luftfeuchtigkeit im Lager verursacht werden. „Im Moment wird im Umweltministerium an der Klageerwiderung gearbeitet. Diese soll in wenigen Wochen fertig sein,“ berichtet Staudte aus Hannover. Staudte weiter: „Wenn sich die GNS weiterhin gegen bessere Sicherheitsauflagen sperrt, muss der Einlagerungsstopp für Fässer erneuert werden.“

Auch im Fasslager in Leese im Landkreis Nienburg wurden bereits etliche Rostfässer identifiziert. Die Grünen-Abgeordnete hält vor diesem Hintergrund auch eine Ausweitung der juristischen Handhabe beim fehlerhaften Umgang mit Atommüll für notwendig. „Gerade bei Falschdeklarationen wie im Fasslager Leese stellt sich die Frage der Strafverfolgung. Kurze Verjährungsfristen erscheinen mir hier verfehlt, denn der Schaden tritt ja erst nach Jahrzehnten zu Tage, beispielsweise wenn Fässer mit illegal verpackten Flüssigkeiten von innen durchrosten.“

 

Eine Präsentation zur aktuellen Situation aus dem Ausschuss für Umwelt, Energie und Klimaschutz ist hier zu finden.

Zurück zum Pressearchiv