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Atompolitik

Wie kein anderes Bundesland ist Niedersachsen von den Auswirkungen einer verfehlten Atompolitik betroffen. Auch wenn der Atomausstieg beschlossene Sache ist, sind wir weiterhin mit etlichen ungelösten Problemen konfrontiert. Insbesondere das Konzept für die Zwischenlagerung muss dringend auf den Prüfstand.

Im Herbst diesen Jahres tritt zudem die bundesweite Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle die nächste Phase. Mit Sorge blicken viele Regionen auf die Verkündung von Teilgebieten für die Endlagersuche.

Um erneute, jahrzehntelange gesellschaftliche Konflikt wie in Gorleben oder Wackersdorf zu vermeiden, muss jede Entscheidung des Verfahrens transparent und nachvollziehbar sein. Leider ist das Verfahren mangelhaft, sodass die Akzeptanz von Anfang an bedroht ist. So soll die Öffentlichkeit Zugang zu den geologischen Daten haben. Dies gilt jedoch nur für solche der öffentlichen Hand. Die Daten privater Firmen müssen erst 30 Jahre nach ihrer Erhebung veröffentlicht werden. Und auch der Zeitplan und die Öffentlichkeitsbeteiligung weisen Mängel auf.

Näheres zu unserer Kritik haben wir in einem Flyer zusammengetragen, den Sie in der rechten Spalte im Downloadbereich finden. Weitere Informationen zur Enlagersuche gibt es auch in unserem Themen-Spezial.

Termine: Online-Sprechstunden der BGE

Ende September hat die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) 56 Teilgebiete in Niedersachsen benannt, die im Zuge der Endlagersuche näher untersucht werden sollen. Für jedes dieser Teilgebiete bietet die BGE offene Online-Sprechstunden an. Einige haben bereits stattgefunden. Miriam Staudte, regional zuständige Landtagsabgeordnete der Grünen und atompolitische Sprecherin der Fraktion begrüßt, dass die BGE die BürgerInnen einlädt, sich zu informieren: „Es ist sinnvoll, dass die BGE nun Näheres zu den einzelnen Teilgebiete erläutern will. So können die BürgerInnen einen Eindruck bekommen, wie die Auswahl begründet wird.“ In Niedersachsen sind alle Landkreise und kreisfreien Städte betroffen.   

Die Sprechstunden finden auf dem Youtube-Kanal der BGE statt. Fragen können während des Livestreams direkt über die Chatfunktion gestellt werden, oder vorab per Mail unter Angabe der Teilgebiete-Kennung an dialog@bge.de geschickt werden.

Alle Termine finden Sie hier.

Anfragen an die Landesregierung

Jedes Mitglied des Landtags kann von der Landesregierung durch Anfragen Auskunft verlangen. Die Regierung muss diese Fragen innerhalb einer gewissen Frist beantworten. Hier findet ihr meine Anfragen laufend aktualisiert.

Verbrennung und Deponierung freigemessener Abfälle aus kerntechnischen Anlagen

Antwort Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz 24.08.2021 Drucksache 18/9821 (S.1-8)

Spannungsrisskorrosion an Heizrohren des AKW Lingen/Emsland: Warum ordnet die Landesregierung keine weiteren Überprüfungen an?...

Antwort Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz 26.05.2021 Drucksache 18/9334 (S.1-3)

Pressemitteilungen zum Thema

Pressemeldung Nr. 118 vom

GRÜNE: AKW Krümmel endgültig abschalten Erneuter Leukämiefall in der Elbmarsch

Nach dem Bekanntwerden eines weiteren Leukämiefalls in der Elbmarsch haben die Landtagsgrünen gefordert, das für den nächsten Monat geplante Wiederanfahren des Atomkraftwerks Krümmel zu stoppen und das AKW endgültig abzuschalten.

Innenministerium zieht Faltblatt zurück Castor-Gegner keine Linksextremisten

Das niedersächsische Innenministerium wird ein umstrittenes Faltblatt überarbeiten, das in die Kritik geraten war, weil dort ein „Castor- Wir stellen uns quer“-Plakat abgedruckt war.

Pressemeldung Nr. 100 vom

Wenzel: „Standort Gorleben war Ergebnis einer politischen Kungelei" Grüne fordern Neubeginn bei der Endlagersuche

Der Fraktionsvorsitzende der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im niedersächsischen Landtag, Stefan Wenzel, fordert Ministerpräsident Christian Wulff zu einem Neubeginn bei der Endlagersuche auf. Das Signal sollte aus Niedersachsen kommen, sagte Wenzel.

Endlagerung von hochradioaktivem Atommüll- Grüne: Work-Shop zu den Sicherheitsanforderungen darf keine Alibi-Veranstaltung bleiben

Am 20. und 21. März 2009 fand in Berlin ein Work-Shop des Bundesumweltministeriums (BMU) zu dem Entwurf der neuen Sicherheitskriterien für die Entlagerung hochradioaktiven Atommülls statt.

Grüne beteiligen sich an Diskussion zu Sicherheitskriterien in Berlin

Auch Mitglieder der Partei Bündnis´90/Die Grünen werden an der Tagung zu den Sicherheitskriterien teilnehmen

Reden & Anträge zum Thema